Windows 7 aktualisieren? Wie? Alternativen?

Es hat sich vielleicht schon herumgesprochen. Ab dem 01.01.2020 (also in 11 Monaten) wird Windows 7 von Microsoft nicht mehr unterstützt.

Dies bedeutet konkret, dass Microsoft für Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung stellt. Und wer dann noch Windows 7 nutzt, läuft Gefahr zum Opfer von Hackern oder anderen Sicherheitsvorfällen zu werden.

Aber was tun? Ich stelle Ihnen hier kurz vier Wege vor, wie Sie zu einem aktuellen und/oder sicheren Betriebssystem kommen.

In den meisten Fällen sind Windows 7 oder Windows 8.1 in der Leistung auch für Windows 10 geeignet. Ist der PC aber unter Windows 7/8.1 schon sehr träge, ist es evtl. sinnvoll auch über ein Hardware-Update (Aufrüstung oder Neukauf) nachzudenken. Da berate ich Sie aber auch gerne – wie immer kostenlos und unverbindlich.

1. Auf Windows 10 aktualisieren

Was nur wenige wissen: noch (!!!) gibt es die Möglichkeit kostenlos auf Windows 10 zu aktualisieren. So richtig offiziell wird dieser Weg von Microsoft aber nicht mehr beworben, jedoch gelten die Aktivierungsschlüssel für Windows 7 und Windows 8.1 auch noch für die Aktivierung von Windows 10 nach einem Update.

Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte dies aber bald tun. Es ist denkbar dass Microsoft diese Möglichkeit über kurz oder lang deaktiviert. Eine Anleitung wie man dieses Update durchführen kann, findet sich z. B. in dem Computerbild-Artikel ‚Windows-10-Upgrade kostenlos: So steigen Sie gratis um!

Aber bitte nicht vergessen: VORHER Daten sichern!

Wenn Sie sich das Update nicht selbst zutrauen oder eine neue WIndows 10 Lizenz benötigen, helfe ich Ihnen natürlich gerne!

2. Alles neu mit Windows 10

Manchmal ist es auch sinnvoll ein System mit Windows 10 neu zu installieren. Etwa wenn Sie Ihre Hardware aufrüsten (z.B. schnelle SSD statt lahme HDD Festplatte) oder einen neuen PC kaufen.

Eine Neuinstallation hat auch oft den Charme, dass man sich gleichzeitig auch des über Jahre angesammelten Ballastes in Windows 7/8.1 entledigen kann. Bei einem neuen PC fallen da i.d.R nicht mal die Lizenzkosten an, da Windows 10 meist bereits vorinstalliert ist.

Aber denken Sie bitte daran, dass Sie im Falle einer Neuinstallation auch die Lizenzen für die anderen Programme (z. B. MS Office) mit umziehen oder ggf. auch neu kaufen müssen! Also besser vorher mal eine Liste der häufig genutzten Programme, deren Installationsquellen (CD oder so) und Lizenzen machen.

Haben Sie Fragen zur Neuinstallation bzw. zum Umzug Ihrer Daten oder Programme, sollten Sie inzwischen wissen wer Ihnen hilft: Der Computerfritze! 🙂


3. Linux! Es muss nicht immer Windows sein!

Viele Anwender im Business Bereich sind leider auf Programme angewiesen die nur unter Windows funktionieren. Wer aber nicht in dieser Zwickmühle steckt und bereit ist sich an ein sehr benutzerfreundliches und extrem stabiles, sicheres System zu gewöhnen, sollte prüfen ob nicht auch Linux eine gute Alternative ist.

Linux ist ein kostenloses und freies Betriebssystem, dass bereits die meisten benötigten Programme (z. B. für EMail, Office Programme) kostenlos mitliefert. Eben weil Linux so sicher ist, wird es auch überall gerne eingesetzt wo besonders hohe Anforderungen an Sicherheit und Stabilität gestellt werden (z. B. Polizei- und Sicherheitsbehörden, Raumfahrt, Industrie, Router usw.).

Gleichzeitig glänzt Linux mit einer Benutzerfreundlichkeit die oft weit über die kommerziellen Systeme, also Windows und Apple, hinausgeht. Und das Beste ist: Praktische Hilfe bei der Umstellung und Beratung gibt es ganz kostenlos bei der Linux User Gruppe in Erkelenz!

Ich selbst nutze übrigens Linux seit mehr als 20 Jahren und kenne Installations-, Update- und Lizenzprobleme nur noch von meinen Kunden.

4. Windows 7 behalten und härten

Auch diese Option sei erwähnt. Tatsächlich kommt es gar nicht so selten vor, dass eine Aktualisierung gar nicht möglich ist. Etwa weil die liebgewonnene oder betriebswichtige Software gar nicht unter Windows 10 läuft. Oder weil es für eine spezielle Hardware keine Treiber für das neueste Windows gibt. Ich treffe immer noch Windows XP (!!!) Rechner bei Kunden an, die z. B. bestimmte Maschinen in der Produktion steuern, aber vom Hersteller nie aktualisiert wurden (Maschinen sind eben langlebiger als Software …).

Aber kann man solche Geräte noch sicher betreiben? Ja, man kann! Dazu braucht es allerdings zwei Dinge:

Einen Administrator der sämtliche Systemzugriffe auf das absolute notwendige Minimum reduziert (Stichwort Systemhärtung) und sicherstellt, dass im Falle einer Kompromittierung der Schaden begrenzt werden kann.

Die zweite wichtige Komponente ist das Sicherheitsbewusstsein der Anwender. Wer ein „altes“ System betreibt, sollte sehr genau darüber informiert sein, welche Dinge er damit (noch) tun darf ohne sein System und seine Daten zu gefährden. Ggf. ist hier eine Fachberatung oder Schulung sinnvoll. (Sie wissen schon, einfach anrufen … 🙂

Als typischer Büro Arbeitsplatz mit EMails, Web-Surfen, Sozialen Netzwerken und evtl. noch selbst installierter Software ist so ein PC definitiv nicht mehr geeignet!


Ich hoffe, dass Ihnen dieser Artikel einen Überblick über Ihre Möglichkeiten gegeben hat wie Sie mit dem Support Ende von Windows 7 umgehen möchten. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat oder Sie noch Fragen haben, können Sie auch gerne die Kommentarfunktion nutzen.